Die häufigste Ursache für das vermehrte Schwitzen ist Veranlagung. In diesem Fall bleibt, wenn konservative Methoden mit Deos etc. erfolglos blieben, nur die Botulinum-Behandlung des Schwitzens oder die Operation, die Schweißdrüsenabsaugung/Schweißdrüsenkürettage.

Starkes Schwitzen – Was sind die Ursachen?

In manchen Fällen können Erkrankungen wie eine Schilddrüsenüberfunktion oder auch Diabetes verantwortlich sein. Auch Kaffee, Rauchen und Alkohol können negativen Einfluss auf die Schweißproduktion haben. Häufig ist es aber Veranlagung, bzw. eine medizinisch nachweisbare Ursache ist nicht auszumachen.

Es gibt zwei Methoden:
Vermehrtes oder übermäßiges Schwitzen kann eine große Belastung sein. Die Betroffenen sind im täglichen Leben eingeschränkt, müssen die Kleidung danach aussuchen, ob Schweißflecken kaschiert werden. Manche Menschen müssen sich mehrfach am Tag umziehen und duschen. Wenn alle Möglichkeiten für eine Behandlung „von außen“ mit Deo etc. ausgeschöpft sind und keinen Erfolg gebracht haben, bietet sich eine Behandlung mit Botulinum oder eine Operation zur dauerhaften Entfernung der Schweißdrüsen als weitere Therapiemöglichkeiten an.

Beide Methoden – die Botulinum-Behandlung des Schwitzens und die operative Entfernung der Schweißdrüsen – bieten Vor- und Nachteile.

Welche Behandlung für Sie die richtige ist, bespricht Dr. Kremer-Thum gerne mit Ihnen in einem persönlichen Beratungsgespräch, in dem er Ihnen die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Methoden aufzeigt.

Im Folgenden werden beide Methoden mit ihren Vor- und Nachteilen dargestellt:

Operation gegen Schwitzen

Auf einen Blick:

Dauer des Eingriffs: ca. 1 Stunde
Anästhesie: Vollnarkose oder lokale Betäubung
Klinikaufenthalt: 1 Nacht oder ambulant
Berufliche Ausfallzeit: –14 Tage, je nach beruflicher Tätigkeit
Nachbehandlung: kein Sport für 4–6 Wochen

Schweißdrüsenabsaugung:
Der bestechende Vorteil: Mit dieser Methode – der Saug-Kürettage, einer Kombination aus Absaugen und Abschaben – wird ein Teil der Schweißdrüsen für immer entfernt. Der Nachteil: Ein – in der Regel kleiner – Teil der Schweißdrüsen bleibt zurück, sodass in manchen Fällen nach einer Heilungszeit von einigen Monaten erneut eine vermehrte Schweißbildung auftritt. Bei einer radikalen Operationstechnik ist der Effekt besser, es kann aber zur Narbenbildung an der Haut kommen. Ganz „trocken“ werden die Schweißdrüsen auch bei radikaler operativer Technik nie.

Schwitzbehandlung mit Botulinum

Botulinum gegen Schwitzen – Der Eingriff auf einen Blick:

Dauer des Eingriffs: ca. 30 Minuten
Anästhesie: lokale Betäubung
Klinikaufenthalt: ambulant
Berufliche Ausfallzeit: keine
Wirkung: Beginn nach 3 Tagen – hält ca. 4–6 Monate
Nachbehandlung: kein Sport für 4–6 Wochen

Fakten zur Botulinum-Behandlung:
Der Vorteil der Schwitz-Behandlung mit Botulinum ist ihre Einfachheit. Das Botulinum wird in das Areal, in dem die vermehrte Schweißproduktion erfolgt, eingespritzt und entfaltet dort innerhalb von ein bis drei Tagen seine Wirkung. Das Botulinum hemmt die Schweißproduktion. Die Behandlung erfolgt ambulant und dauert ca. 30 Minuten. Eine berufliche Auszeit ist nicht erforderlich. Auf Sport, Sauna etc. muss nur am Behandlungstag verzichtet werden. Ab dem Folgetag ist alles wieder erlaubt. Die Schweißbildung wird in aller Regel sehr deutlich reduziert. Einziger Nachteil: Nach Wochen lässt der Effekt langsam nach, sodass die Behandlung in der Regel alle drei bis sechs Monate – in seltenen Fällen auch nur alle zwölf Monate – wiederholt werden muss.

In welchen Regionen kann eine Schweißbehandlung mit Botulinum erfolgen?
Die Botulinum-Behandlung des übermäßigen Schwitzens kann an den Achseln aber auch an den Händen und Füssen erfolgen.