Männerbrust – Der Eingriff im Überblick:

Dauer des Eingriffs: 1-2 Stunden
Anästhesie: In der Regel in Vollnarkose, evtl Lokalanästhesie
Klinikaufenthalt: ambulant oder 1 Nacht
Berufliche Ausfallzeit: Je nach Umfang des Eingriffs 3-7 Tage
Nachbehandlung: Miderveste für 4-6 Wochen
Kein Sport für 6 Wochen

„Männerbrust“ – Gynäkomastie

Was ist das?

Die „Gynäkomastie“ bezeichnet im weiteren  Sinne eine „Verweiblichung“ der männlichen Brust. Aus medizinischer Sicht unterscheidet man die „echte“ Gynäkomastie von der Pseudogynäkomastie. Bei der echten Gynäkomastie kommt es zu einer Vergrößerung der auch beim Mann vorhandenen Brustdrüsenanlage. Die Ursache liegt in einem Ungleichgewicht im Hormonhaushalt. Da auch Tumore der Ursprung des Hormonungleichgewichts sind, macht eine Hormonbestimmung beim Hausarzt oder Urologen bei der Ursachenabklärung immer Sinn.

Aber auch Anabolika oder andere Medikamente müssen als Ursache ausgeschlossen werden.

Viel häufiger ist die fast immer fälschlicherweise als Gynäkomastie bezeichnete Pseudogynäkomastie, wo es nicht zu einem höhergradigen Wachstum von Drüsengewebe kommt, sondern die Ursache der männlichen „Brustschwellung“ ein vermehrtes Fettgewebe ist. Dies kann im Rahmen von Gewichtszunahme entstehen oder genetisch bedingt sein.

Welche Therapiemöglichkeiten der „Männerbrust“ gibt es?

Ziel der operativen Therapie ist es das überschüssige Volumen zu entfernen. Bei der häufigeren Pseudogynäkomastie, die ihre Ursache hauptsächlich in einer Vermehrung des Fettgewebes hat, reicht es in der Regel „nur“ eine Fettabsaugung (Liposuktion) zu machen. Der große Vorteil von dieser Technik ist, dass es kaum sichtbare Narben gibt. Die Absaugung wird mit speziellen Kanülen durch kleine, „punktuelle“ Einschnitte gemacht. Muss bei der „echten“ Gynäkomastie auch Drüsengewebe entfernt werden ist die Narbe (auch wenn Sie möglichst wenig sichtbar an den Warzenhofrand gelegt wird) immer etwas größer und sichtbarer. Im Rahmen der Abwägung welcher Eingriff der individuell richtige ist, muss insbesondere das Thema „Narbe“ umfassend besprochen werden. Wenn „Mann“ sich nach einer Operation im eigenen Körper nicht wohlfühlt, weil die Brust zwar flach ist, die zurückbleibenden Narben aber sehr sichtbar sind ist nicht viel gewonnen.

Daher sollte vor der Operation ausführlich besprochen werden, welche Technik die individuell geeignetste ist. Dazu ist ein ausführliches, individuelles Beratungsgespräch der beste Weg.